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Das entscheidende Wort wirklich Dein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Ich habe wie die meisten Menschen oft davon geträumt mein Schicksal zu ändern…naja genau genommen habe ich eher mit meinem Schicksal gehadert, aber dazu kommen wir ein andermal. Ich hatte und habe viele Träume und Vorstellungen wie mein Leben sein könnte, doch viele Jahre ist nichts passiert und das, weil ich das entscheidende Wort außer Acht gelassen habe – JETZT.

Ja, es ist wirklich so einfach. Genau wie die meisten Menschen hatte ich große Träume und Pläne, aber all diese Pläne lagen immer in der Zukunft, gaaanz weit weg. Ich hatte wirklich vor sie zu verwirklichen, aber zuerst musste noch dies oder jenes stimmen, ich wollte zunächst dies oder das erreichen. Ich weiß nicht ob es Faulheit oder die Angst vor dem Scheitern war, aber letztlich habe ich immer alles so lange vor mir her geschoben bis „plötzlich“ Jahre vergangen waren und noch immer hatte ich rein gar nichts erreicht.

Auch diesen Blog würde es wohl noch lange nicht geben wenn es seiner Zeit nur nach mir gegangen wäre, denn ich wollte den Blop ganz perfekt starten, alles sollte einschlagen wie ein Hammer, das Design die Ideen alles und dann war da noch die Sorge ob ich den Blog überhaupt am Leben halten konnte neben der Arbeit und das alles hielt mich davon ab ihn zu beginnen.

Glücklicherweise stieß ich eines Tages auf eine Gruppe in Facebook und dort ging es genau um das Thema und im Gespräch sagte man mir immer wieder ich solle nicht auf den richtigen Moment warten, denn der würde eh nie kommen. Ich entschied also gegen alle „Vernunft“ (so dachte ich damals) diesen Blog einfach zu starten, genau so unperfekt wie er heute im Mai 2015 noch ist. Das Design ist noch ein Standarttheme, die Texte alle nicht korrekturgelesen und dennoch schreibe ich heute schon wieder einen Blogeintrag und ich blicke stur und zuversichtlich in die Zukunft, denn zumindest existiert der Blog schon. Klar er ist lange nicht so perfekt wie ich es gerne gehabt hätte und vielleicht hätte ich viel mehr erreichen können, aber er würde wohl immer noch nicht existieren und somit ist mein unperfekter Blog doch 1000 mal besser as ein nicht existenter perfekter Blog ;).

Darum ist der beste Rat den ich jedem von Euch geben kann. Wenn Ihr Euer Schicksal in die eigenen Hände nehmen wollt, dann macht bitte keine Pläne, sondern beginnt JETZT mit dem ersten Schritt. Es spielt überhaupt keine Rolle wie klein dieser Schritt ist und wie unperfekt, aber geht ihn – JETZT und wartet nicht auf den richtigen Moment, denn der wird entweder garnicht erst kommen oder zumindest viel zu spät und ihr verliert wertvolle Zeit.

Also, Ihr wollt Euer Schicksal in die eigenen Hände nehmen? Dann tut das:

JETZT!!

Wie ich 84kg verlor

Mein Leben lang habe ich alle möglichen Diäten gemacht und fast immer das gleiche Ergebnis. Entweder hat es langfristig garnix gebracht oder am Ende hatte ich mehr drauf als vorher, und das hatte vielfältige Gründe. Zuerst einmal musste ich meinen Weg finden und so fand ich zum einen Meine 10 Weisheiten zum Abnehmen und ich fand heraus, dass Low Carb für mich am besten funktioniert, denn ich konnte genussvoll essen und satt werden und dennoch ab nehmen.

Ich stand irgendwann vor der Entscheidung, entweder so weiter zu machen wie zuvor und als mein Bruder Diabetis bekam, meine Mutter und mein Vater hatten sie schon, war klar, dass es auch bei mir nur eine Frage der Zeit war. Oder eben einen neuen Weg zu finden und da fiel mir das Buch von Atkins in die Hand und was ich da las, klang zum ersten mal echt vernünftig, vor allem der Abschnitt mit dem Abnehmwiderstand, von dem sonst nie jemand was gesagt hatte in all den anderen Diäten/Ernährungsformen, was ich aber mein Leben lang erlebt hatte und so stellte sich auch recht schnell heraus, dass ich den höchsten Abnehmwiderstand hatte und so Phase 1 auch schon die Endphase für mich war, eigentlich muss man das nur 2 Wochen lang am Anfang machen. Für mich hieß es also für die nächsten Jahre nur 20 Kh. am Tag, dafür funktionierte es und das eben nicht nur für ein paar Tage, sondern anhaltend und wenn ich mal einen Einbruch hatte, was gerne mal zu den Urlauben passierte, dann konnte ich mich wenigstens darauf verlassen, dass ich gleich nach dem Urlaub wieder weiter machen konnte und es weiter bergab ging (mit dem Gewicht 😉 ).

Vor allem lernte ich wie man leckere Sachen so macht, dass sie wenig Kohlenhydrate enthalten und doch trotzdem super lecker sind. Ok, zugegeben, gesund ist anders, aber wenn ich bedenke wie ich mich vorher ernährt habe, war mein neuer Weg immer noch deutlich besser.

Einen Zahn muss ich leider allen ziehen, die glauben, man könne jetzt einfach kurz mal was machen, abnehmen und dann einfach so weiter machen wie zuvor. Warum das keine gute Idee ist, kannst Du hier nachlesen – Die 11 größten Stolpersteine beim Abnehmen.

Nachdem ich mich also wirklich von Herzen entschieden hatte das durch zu ziehen ging es noch um das wie. Mir war klar, dass ich wenn ich mich mit viel Fett ernähre, musste ich auch Sport treiben um die Gefäße ordentlich durch zu pusten ;). Als fauler Mensch und überzeugte Couchpotato musste ich mich nun zuerst einmal damit anfreunden und einen Weg finden wie ich das dann auch durch halte – Wie ich als Couchpotato zum Sport fand.

Ich setze mir also zunächst einmal nur das Ziel die ersten Zwei Wochen durch zu halten und als das Geschafft war liebäugelte ich nur damit unter 150 zu kommen usw. Schritt für Schritt setzte ich mir immer nur erreichbare Ziele, machte jeden Tag nur ein bisschen Sport, aber steigerte dessen Intensität langsam und hörte dabei einfach nur auf meinen Körper. Ich ließ mir die Zeit die es brauchte und das motivierte ungemein.

Ich trickste wo es nur ging, aber damit meine ich nur, ich fand neue Wege leckere Dinge zu erschaffen die ich vermisste und schaffte es so den Genuss, der mir ja das wichtigste beim Essen ist, am Leben zu halten und mich selbst so immer wieder zu motivieren. Denn für mich war das schlimmste am Abnehmen immer – Dinge zu essen die ich nicht mag, zu Zeiten zu essen wenn ich nicht mag und zu Hungern. Dieses mal jedoch verzichtete ich immer dann auf Essen, wenn ich es nicht brauchte und es nicht genießen konnte, auch gegen jede Regel. So kam es dann nämlich, dass ich erst Nach der Arbeit das erste mal as.

Vor der arbeit war ich zu Müde und hatte zu wenig Zeit, während der arbeit konnte ich das Essen nicht genießen und so blieb eben nur das Essen nach der Arbeit übrig und die so gesparten Kalorien konnte ich in zwei fulminante lekere Speisen am Abend umsetzen – perfekt.

Ich will an dieser Stelle noch mal betonen, dass Jeder SEINEN Weg finden soll und nicht meinen. Für mich war dieser Weg perfekt, denn ich habe Morgends einfach noch keinen Hunger aber Abends um so mehr.

Jetzt musste ich eigentlich nicht mehr machen als durch halten. Einfach stur immer weiter machen, auch wenn ich mir zum Geburtstag und Weihnachten immer kleine Sünden erlaubte, kehrte ich danach immer wieder zurück und gleichte die Folgen meiner Sünden sofort wieder aus. Naja, es dauerte schon etwas länger, denn Sünden schlagen gerne mal in ein paar Tagen mehrere Kilo an und die wieder los zu werden dauert dann Wochen, aber es geht, wenn man dran bleibt und sich nicht von Plateaus auf halten oder entmutigen läßt.

Du willst doch nur geliebt werden?

Jeder Mensch hat diesen Gedanken und doch scheint es für Dich so, als wäre dieser Wunsch unerfüllbar? Dann könnte es schlicht daran liegen, dass Du am falschen Ort suchst. Liebe ist überall, Du musst sie nicht verdienen, Du kannst lediglich Dein Herz öffnen. Doch was jetzt so leicht dahin gesagt erscheint, ist es keineswegs, denn wir alle haben uns einen Schutzpanzer angelegt. Stell Dir doch einfach mal folgende Frage – bemisst Du der Liebe von und zu anderen einen höheren Stellenwert bei als die von und zu Dir selbst?

Wenn Du die Frage mit Ja, beantwortet hast, dann hast Du warscheinlich auch schon den Schlüssel gefunden. Du suchst etwas im Außen, was Du Dir selbst im Innen verwehrst.

Wenn Du also einfach nur geliebt werden willst, dann fang zu allererst einmal mit Dir selbst an und Du wirst sehen, sobald Du Dich wirklich an nimmst und liebst für den Menschen der Du wirklich bist, wirst Du nicht nur ein ganz neues Gefühl von Wertschätzung und geliebt fühlen haben, Du wirst auch viel mehr Menschen in Dein Leben ziehen die Dich wirklich genau so bedingungslos lieben wie Du es dann selbst schon tust.

Und was noch wichtiger ist – weil Du dann Deinen eigenen Wert und Deine Wertschäzung für Dich selbst erkannt hast, wirst Du diese Liebe auch viel leichter an nehmen können, denn dann weißt Du, dass Du sie verdienst.

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Wie ich meinen selbstwert erkannte.

Wie ich zur Selbstliebe fand.

Die 11 größten Stolpersteine beim Abnehmen

1.  Nur abnehmen reicht nicht!

Einer meiner größten Fehler früher war, dass ich glaubte einfach eine Diät so lange zu machen, bis ich das Gewicht verloren bzw. mein Wunschgewicht erreicht hatte und dann einfach wieder so weiter machen zu können wie zuvor. Das kann aus einigen Gründen nicht funktionieren, die ich im folgenden noch nenne. Tatsächlich fängt der Spannende Teil erst an, wenn Du Dein ziel erreicht hast.

2. Diäten sind scheiße!

Ich definiere hier eine Diät als zeitlich begrenzte Ernährungsveränderung. Wenn Du wiklich Gewicht verlieren und auf Dauer halten willst, dann kommst Du nicht drum rum Deine Ernährung grundsätzlich um zu stellen.

3. Mach nix, was Du nicht durch halten kannst!

Einer der wichtigsten Stolpersteine für mich war, dass ich Diäten gemacht habe in denen ich furchtbar gelitten habe. Ich habe Sachen gegessen die ich nicht mag, habe gehungert ich habe es mit Sport übertrieben, denn schließlich sollte das ganze ja nur einen kurzen Zeitraum dauern und genau da liegt die Falle. Natürlich ist eine Ernährungsumstellung am Anfang schwierig und sie darf auch etwas strenger aus fallen als später, denn man will ja Gewicht verlieren. Aber unterm strich, solltest Du eine Ernährungsform finden, die Dir schmeckt, satt macht und die Du in abgeschwächter Form Dein Leben lang durch halten kannst.

4. Sei blos nicht so streng!!

Ich hab an anderer Stelle ja schon erwähnt, dass Dein innerer Schweinehund alles torpedieren kann, wenn Du ihn immer beherrschen willst. Er kann Dir aber auch helfen, wenn Du Dir mal die Mühe machst auf ihn zu hören. Bleib sein Boss, aber erlaube ihm hier und da auch mal ein wenig Ausgang, dann könnt ihr gemeinsam alles schaffen. Das soll nix anderes heißen, als dass Du zwar Dein Ziel stets im Auge behälst, Dir aber hier und da auch mal eine Sünde verzeihst/Genehmigst, mit den Konsequenzen, die nunmal dazu gehören.

5. Berg und Tal und Durst Strecken gehören dazu

Ein erfolgreicher Gewichtsverlust, zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man andauernd Gewicht verliert, sondern dadurch, dass man am Ende Gewicht verloren hat und das auch auf lange Sicht hält. Durststrecken gehören zu jeder Abnahme dazu, manchmal tut sich Wochenlang nix, aber wenn man sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen läßt und durch hält, bleibt man am Ende der Sieger. Das selbe gilt eben auch für Täler. Nicht entmutigen lassen, sondern weiter machen. Ich nehme auch heute immer mal zu, aber dann konzentriere ich mich eben wieder auf meine Ernährung, bis dieses Tal überwunden ist.

6. Einmal Dick immer Dick?

Naja, ganz falsch ist das nicht, ABER wenn Du diesen Hinweis beherzigst und wirklich für Dich realisierst, dann kannst Du aus diesem Teufelskreis raus. Dummerweise verschwinden Fettzellen nicht so leicht wie man sie bekommt. Einmal eingelagerte Fettzellen schrumpfen nur, bleiben aber erhalten und sobald die Möglichkeit besteht wachsen sie um so schneller wieder. Es ist daher kein Wunder, dass Menschen die einmal schwer übergewichtig waren schneller wieder zu nehmen wie andere Menschen. Um aus diesem Teufelskreis zu entfliehen musst Du Dir lediglich bewusst machen, dass Du nie wieder „einfach nur essen“ darfst ohne darauf zu achten. Du musst nicht Dein Leben lang hungern und auch nicht Dein Leben lang diäten, aber Du musst immer darauf achten was, wie viel und wann Du isst und ob Dein Körper wieder wächst.

7. Vergiss Dein Gewicht nicht!

Ein anderer wichtiger Stolperstein ist so fieß, weil er so unscheinbar ist und wird schlimmer je mehr Gewicht Du verlierst. Mach Dir bewusst, dass ein Körper mit mehr Gewicht auch mehr Kalorien pro Tag verbrennt. Es ist ja ansich auch ganz logisch, weil man weniger Gewicht mit sich herum schleppt, verbraucht man eben auch weniger Kalorien. Isst man jetzt aber aus reiner Gewohnheit die gleichen Mengen wie vorher (und hier sei mal gesagt, das hat überhaupt nix mit „fressen“ zu tun, der Körper verlangt aufgrund höheren Energiebedarfs ja auch nach mehr Kalorien!), dann nimmt man trotz umgestellter Ernährung ggf. trotzdem zu. Sei Dir also einfach Deines neues Gewichtes und des damit verbundenen Energiebedarfs bewusst, dann geht das.

8. Älter = Schwerer

Ja, auch das stimmt leider, bzw. ist nicht ganz falsch, wenn Du mals wieder etwas nicht beachtest. Tatsache ist, das ab einem gewissen Alter der Körper kontinuierlich Muskeln ab baut und mehr Fett einlagert und dadurch der Energiebedarf bei gleichem Gewicht kontinuierlich sinkt. Nun hat man entweder die Wahl weniger zu essen oder mehr sport zu treiben, hierbei geht es um ca. 10-20%…oder eben etwas zu zu nehmen, auch das kann man überleben ;).

9. Übertreibs nicht mit dem Sport!

Ich habe es viele Jahre lang gerade mit dem Sport total übertrieben. Ja, ich weiß, das klingt total unglaubwürdig bei einem 164kg Mann, aber tatsächlich war es so. In jeder Diät habe ich mich selbst übertroffen und trainiert bis es mir aus den Ohren raus kam, nur um dann nach der Diät alles wieder zunichte zu machen, weil neben der gleichen Ernährung von früher auch die Sport zum Ursprung zurück kehrte also wenig (nicht nichts, aber wenig). Als ich mich dann mit meinem inneren Schweinehund versöhnt habe und statt dessen regelmäßig, dafür weniger Sport machte blieb der Erfolg auch langfristig und ich konnte die Intensität stetig steigern und so langsam wuchs auch die Lust auf Bewegung.

10. Kleine Ziele und lass Dir Zeit

Als nächstes solltest Du Deine Ziele nie zu hoch stecken. Ein Ziel dass Du nicht erreichst behindert Dich oder verhindert sogar, dass Du es je erreichst. Ein kleines Ziel und sei es noch so klein, ermutigt und beflügelt Dich und kann ja Problemlos erweitert werden biss Du das gleiche große Ziel erreicht hast. Und das gleiche gilt eben auch für die Zeit. Wie lange hat es gedauert bis Du Dein Gewicht erreicht hattest, aber den Körper dann in ein paar Wochen zwingen zu wollen es wieder zu verlieren, sorgt nur all zu oft dafür, dass der gesammte Versuch scheitert.

11. Versuch es nicht – mach es oder lass es!

Tatsächlich was dies meine aller größte Hürde, denn oft habe ich nicht wirklich dahinter gestanden und sozusagen ohne große Motivation „versucht“ ab zu nehmen. Man darf aber die psychologische Komponente beim Abnehmen auf garkeinen Fall vergessen, denn das versuchen beinhaltet schon das unausgesprochene Versagen. Erst als ich es nicht mehr versucht habe, sondern entschieden habe es zu machen, stand das Versagen gar nicht mehr auf dem Plan und es fiel mir so deutlich leichter durch zu halten. Wenn Du also merkst, dass Du nicht wirklich dahinter stehst, dann lass es lieber oder finde heraus warum das so ist. Abnehmen ist nicht immer die beste Lösung, Akzeptanz kann besser sein, als der Xte gescheiterte Versuch, der Dein Gewicht nur noch höher treibt. Ich fand den Entschluss tatsächlich auch erst als ich eigentlich Akzeptiert hatte Dick zu sein, ich wollte ja ursprünglich nur der Diabetis entgehen.

Wie ich das Meditieren lernte

Ich habe schon immer viel über das Leben nachgedacht und wie man es sich selbst schön gestalten kann. Ich bin dabei immer wieder über Meditation „gestolpert“. Fast jeder Mensch den ich fand, der in sich ruhte und ausgeglichen war, machte auch Meditation.

Zunächst einmal hatte ich 0 Ahnung was das überhaupt wirklich bedeutet – Meditieren. Klar ruhig da sitzen und nix tun, aber was ist da besonderes im Gange, dass es die Menschen glücklicher macht, schließlich passierte dabei ja nix. Ich entschloss mich also mich damit eingehender zu beschäftigen und las diverse herangehensweisen, wobei die Methoden doch recht vielfältig sind, doch alle hatten für mich eine Sache gemeinsam.

Sobald ich versuchte Ruhe zu finden und in mich zu gehen, wurde es nur noch schlimmer. In meinem Kopf herrschte das reinste Chaos. Je mehr ich versuchte mich zu beruhigen und meine Gedanken zu sammeln, desto unruhiger und wilder wurden sie. Egal ob ich mir Bilder vorstellte oder versuchte mich auf den Atem zu konzentrieren, es wurde immer nur schlimmer statt besser und ich war ziemlich entmutigt, bis ich eines Tages zwei ganz hervorragende Tipps bekam, von denen einer bei mir funktionierte.

  • Lass die Gedanken wie Schneeflocken an Dir vorbei ziehen
  • Versuche nicht Deinen Geist zu beruhigen, sondern häng einfach keinem Gedanken nach, wähle statt dessen einen neuen.

Der zweite Tipp ließ bei mir ein Gedankenbild entstehen. Ich stellte mir also vor, wie ich versuchte zu meditieren und wann immer ein Gedanke oder Bild auf kam, das gerade in der Meditation nix zu suchen hatte, wendete ich mich von diesem einen Gedanken ab. Und im Kopf stellte ich mir dann sogar vor wie ich meinen Blick davon abwendete.

Stell Dir z.B. vor Du willst nicht an einen rosa Elefanten denken, aber jeder Versuch nicht an den Elefanten zu denken wird schon deshalb scheitern, weil in Deinem Unterbewusstsein „kein Elefant“ das gleiche wie „ein Elefant“ ist. In beiden Fällen denkst Du an den Elefanten und an nix anderes. Denkst Du aber statt dessen an einen ruhigen Berggipfel und danach an eine weite Landsschaft, so ist für diesen Moment der Gedanken vom Elefanten weg.

Ein weiterer wichtiger Tipp ist:

  • GEDULD!!

Für mich fast noch wichtiger, denn Ungeduld hat mir schon so manches versemmelt. Gerade beim Meditieren war es nun so, dass ich zwar einen Weg gefunden hatte, aber natürlich hat das auch nicht von Anfang an 100%tig gelappt. Es war viel mehr so, dass mein Verstand mit mir Fangen gespielt hat oder das unruhige Kind in meinem Kopf keinen Bock auf Meditation hatte und mir wie wild einen schrägen Gedanken nach dem anderen vor die Nase setzte. Klar, ich hatte nun gelernt, den Gedanken nicht mehr nach zu hängen, aber kaum hatte ich mich von einem gelöst kam ein anderer daher und ich hatte zunehmend den Eindruck, dass ich mich selbst testen würde, aber als ich durch hielt wurde ich zunehmend mit kurzen Phasen von Ruhe belohnt. Etwas das für einen so unruhigen Geist wie den meinen etwas ganz besonderes ist.

Mittlerweile fällt es mir kaum noch schwer ungewollte Gedanken vorbei ziehen zu lassen und auch mein Verstand hat sich dran gewöhnt und versucht es gar nicht mehr, mich mit unnützen ablenkenden Gedanken zu nerven.

Wieso Du immer belogen wirst…

Geht es Dir auch oft so, dass Du zwar immer fair und ehrlich zu anderen bist, aber dennoch fällst Du immer wieder auf die selben Menschen herein, die Dich eben nicht mit dem gleichen Respekt behandeln?

Dann habe ich eine schwierige Frage für Dich, die einfach klingt. Bist Du tatsächlich immer ehrlich und fair zu Dir? Oder ziehst Du das Wohl und die Fairnis anderen gegenüber Deinem eigenen vor?

Mir ging es früher nicht anders. Immer wieder haben mich Menschen enttäuscht, von denen ich dachte sie währen Freunde und ich konnte das einfach nicht verstehen, denn ich war doch immer ehrlich und fair ihnen gegenüber. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich immer fair ihnen gegenüber war, aber eben mir gegenüber nicht. Ich sah es als wichtiger an, dass sie zufrieden sind, als ich selbst. Wann immer es hies – sie oder ich belog ich mich ganz dreist und gab vor das ja in wirklichkeit für mich zu tun und zog sie wann immer es geht vor und das es mir dabei zuweilen schlecht ging, war akzeptabel, denn ich hatte mich ja für „das Richtige“ entschieden und es war richtig für Freunde ein paar Unannehmlichkeiten hin zu nehmen.

Tatsächlich, das wurde mir leider erst viel zu spät bewusst, war ich mir gegenüber überhaupt nicht fair und nicht aufrichtig. Also war es nur logisch, dass die Menschen mich ganz genau so behandeln. Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich mich zunächst einmal selbst gut, fair und respektvoll behandeln muss, bevor mich andere ebenso behandeln und siehe da – kaum hatte ich angefangen mir all das zu geben, was ich immer von anderen erwartet hatte, änderten sich auch die Menschen und ihr Verhalten mir gegenüber.

Wie Zorn, Dich heilen kann

Ich habe mich früher total über oberflächliche Menschen aufgeregt. Es gab für mich nichts schlimmeres und abscheulicheres als Menschen die andere am Aussehen beurteilen, denn ich habe mein Leben lang darunter gelitten und empfand das daher auch völlig logisch, dass das der Grund war warum mich das so zornig machte wenn ich mitbekommen hab, dass sich jemand oberflächlich verhalten hat.

Erst einige Zeit später hörte ich zum ersten mal vom Spiegelgesetz und konnte es dann immer wieder bestätigen und es ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Denn es besagt, dass alles was mich an anderen stört und richtig in Rage versetzt, was ich verändern oder bekämpfen möchte, also alles was starke Gefühle aus löst, habe ich letztlich in mir selbst und bekämpfe und unterdrücke ich. Mein Gegenüber spiegelt mir also nur das was ich in mir Trage und weist mich so darauf hin.

Als ich dies erkannte und mal so über mich und mein Leben nach dachte und wie oberflächlich ich selbst war. Nicht wie ich mich gab und was ich sagte, sondern das was ich wirklich tief in mir fühlte. In diesem Moment erkannte ich, dass auch wenn ich das gar nicht gut fand, ich in Wirklichkeit selbst oberflächlich war. Ich hatte zwar nie danach gehandelt und meine Meinung nicht von diesem Impuls beeinflussen lassen, aber ja, im Kern war ich nicht besser als alle anderen. Auch ich wollte eine schöne hübsche junge Frau kennen lernen und nicht etwas eine die „nur“ einen schönen Charakter hat, aber mir nicht gefällt.

Und nun, da ich mir diese Sache bewusst gemacht und auch akzeptiert hatte, dass ich diese Anteile in mir hatte, war diese Wut plötzlich wie ausgelöscht und doch hatte sich ja an meinem Leben so überhaupt nichts geändert. Ich war immer noch der selbe Mensch mit den selben Erfahrungen und auch heute lasse ich mich von diesen Impulsen nicht blind leiten, aber ich hab akzeptiert dass sie ein Teil von mir sind und seit dem habe ich mich nicht ein einziges mal mehr so sehr über einen oberflächlichen Menschen aufgeregt.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin immernoch kein Fan von Oberflächlichkeit und ich ziehe noch immer tiefgründige Menschen vor. Aber die Wut ist weg und das hat mich nicht nur befreit, sondern auch ein stück weit geheilt und mehr zu meiner Mitte gebracht.

Heute weiß ich, wenn mich jemand oder etwas so richtig auf die Palme bringt, macht er mir gerade ein tolles Geschenk und ich blicke neugierig auf mich um zu sehen wo es her kommt und wie es mich noch ein Stück heilen kann. Aber allein dieses Wissen darum, macht es fast schon zu einfach ;).

Wie Du gelassener werden kannst

In der Vergangenheit hatte ich oft Probleme damit in den verschiedensten Situationen gelassen zu bleiben. Mittlerweile kenne ich einige Wege um gelassener zu sein und daran möchte ich Euch nun teil haben lassen.

Der einfachste Weg um im Umgang mit anderen Menschen gelassener zu sein, ist sich zunächst einmal die Tatsache bewusst zu machen, dass man keine Gedanken lesen kann. Was jetzt vielleicht erst mal albern klingt, ist es keineswegs, denn wie oft haben wir schon aufgrund von einem Blick, einer Handlung, Mimik, Gestik oder eines Satzes gedacht zu wissen, was das Gegenüber wirklich denkt. Tatsächlich aber, wenn man die gleiche Situation mit Abstand oder eben von einer völlig neutralen Position aus betrachtet, kann man sehen, dass dieses Vorgehen uns keineswegs hilft, sondern das Leben erschwert.

Jeder von uns, ist sozusagen die Summe seiner Erfahrungen und auch Menschen mit einer guten Intuition oder wie ich mit einer guten Empathie, laufen sehr schnell in diese Falle. Während ich z.B. solange es mich nicht betrifft, Gefühle und Emotionen von anderen Menschen sehr gut lesen kann und auch aus der Körpersprache oft schon schlauer werde als, wenn man mit den Menschen redet, tappte….naja und tappe 😉 auch ich immer wieder in die gleiche Falle. Denn auch mein Blick auf die Welt wird immer von meinen Gefühlen und Erfahrungen gefärbt und gerade bei nonverbalen „Erkenntnissen“ habe ich dann auf meine sonst so zuverlässige Empathie vertraut. Bis ich eines Tages erkannte, dass meine Gesamte Wahrnehmung eben auch von meinen Erfahrungen und Emotionen eingefärbt und somit schnell verfälscht wird und ich bin der letzte der weiß wann dem so ist und wann nicht.

Die einzig vernünftige und für mich sehr hilfreiche Lösung war es mir wirklich bewusst zu machen, dass ich nun mal niemandes Gedanken lesen kann und solange ich das nicht kann und mir niemand etwas direkt und offen ins Gesicht sagt ist es schlicht das vernünftigste zunächst gar nicht auf die vermeintlich nonverbale Botschaft zu reagieren, denn in den meisten Fällen ist sie tatsächlich gar nicht da.

Das nächste was mir sehr geholfen hat im Umgang mit anderen Menschen ist mir bewusst zu machen, dass jeder von uns in seinem eigenen Universum lebt und obwohl wir uns alle unglaublich ähnlich sind, mit unseren Ängsten und Sorgen, so hat doch jeder von uns seinen einzigartigen Blick auf die Realität. Und wer einmal mitbekommen hat wie ein Polizist die Zeugen eines Verbrechens befragt, wird sehr schnell merken, dass die Wahrheit in fast allen Köpfen anders aus sieht und genau da liegt der Schlüssel. Im ersten Schritt habe ich ja erkannt und mir wirklich bewusst gemacht, dass ich nicht in andere Köpfe rein schauen kann. Und ich kann eben auch nicht verändern was jemand denkt, aber ich kann sehr wohl verändern wie ich mit dem Umgehe was andere tun.

Das Geheimnis ist, sich selbst bewusst zu machen, dass jeder seine Sicht auf die Welt hat und ich überhaupt keinen Grund habe mir diese Sicht eines anderen Menschen zu eigen zu machen. Es darf und kann jeder denken was er will, das kann auf mein Leben so gar keinen Einfluss haben, solange ich das eben nicht zu lasse. Und falls es mich doch mehr trifft, obwohl ich genau weiß, dass es das nicht muss, dann liegt darin eine große Chance etwas über mich zu lernen und mich von genau diesen Gefühlen zu befreien, wenn ich dafür offen bin. Genau dieses Wissen, zu wissen, dass alles was mich so sehr triggert, im prinzip aus mir selbst kommt und mir die Chance eröffnet mich davon für immer zu heilen, gibt mir extrem viel Gelassenheit :).

Der schwierigste aber mit Abstand beste und wirksamste Weg ist es sich selbst vom Urteilen zu befreien. Um dies zu können, muss man damit aber zunächst einmal bei sich selbst anfangen und dazu ist Selbstliebe notwendig. Wenn man gelernt hat sich selbst zu lieben und alle Aspekte, die schönen und vorzeigbaren als auch die weniger geliebten und vielleicht verachteten, an zu nehmen und sich selbst als richtig und gut zu betrachten, mit all seinen Fehlern, dann kann man damit anfangen eben diese Akzeptanz auch auf alle anderen an zu wenden. An zu erkennen, dass niemand Perfekt ist, wir alle unsere Fehler haben und auch unseren eigenen Blick auf die Wahrheit. Und indem ich das anerkenne kann ich mich darin üben nicht immer gleich zu urteilen und vielleicht sogar im Laufe der Zeit ganz damit auf zu hören. In dem Moment wo ich bei mir bin und nicht urteile, in dem Moment ruhe ich in mir und das verändert einfach alles, doch das kannst Du nur am eigenen Leib erfahren :).

Podeste

Schon als ich noch ein sehr kleiner Junge war, ich erinnere mich da an meine Grundschulzeit, war ich immer sehr neidisch auf die Jungs die ganz ungezwungen und frei mit den Mädchen spielen konnten. Ich selbst fand Mädchen immer ganz toll und besonders und wertvoll. Und je älter ich wurde desto stärker war dieser Eindruck und meine Ehrfurcht, das beschreibt es wohl am besten, vor diesen wundervollen Geschöpfen.

Ich war mit zunehmendem Alter und Erfahrung allerdings auch immer mehr zwiehgespalten. Denn einerseits fühle ich so und fand es auch richtig, andererseits hatten es all jene die das anders sahen und sich anders verhielten um so vieles einfacher und waren um so vieles erfolgreicher. Und so kam es das ich mit jedem Jahr der Pubertät diesen „Makel“, als den ich es sah, immer mehr verdammte. Ich sah es als Schwäche und mich nicht als richtigen Kerl weil ich Frauen auf ein Podest hob an das ich dann selbst gar nicht mehr dran kam.

Einerseits gab es da tatsächlich einen Fehler, doch es sollte noch viele Jahre dauern und so manchen Irrweg, bis ich ihn wirklich erkannte und somit auch mein Problem löste. Natürlich war es unpraktisch, Frauen auf ein Podest zu haben. Denn somit stellte ich mich unter sie, und sowohl Körpersprache und auch meine Gedanken drückten somit aus, dass ich Ihrer nicht würdig war und es nicht verdiente sie zu berühren, oder ihnen nah zu sein.

Heute finde ich es so unendlich schade, wie viel wertvolle Lebenszeit ich verschwendet hab, obwohl die Lösung so einfach und so klar ist und ich eigentlich mein Leben lang den rechten Weg gegangen bin. Ich ging aus Verzweiflung sogar fast eine Zeit lang einen Irrweg, wo ich auf die Dummheiten sogenannter „Frauenflüsterer“ oder „Frauenmagnete“ gehört hab, die mit Tricks um die Ecke kamen, wie man den Zweifel den jeder Mensch in sich trägt gegen die Frauen einsetzt und sie schlecht behandelt, um sein Ziel zu erreichen. Glücklicherweise war ich nie verzweifelt genug um diesen Irrweg wirklich zu gehen. Ich dachte zwar ich müsse und es wäre der einzige Weg seiner Zeit, aber es erschien mir zu falsch um ihn zu gehen.

Als ich dann, viele Jahre später mit Tantra in Berührung kam lernte ich, dass wir alle den göttlichen Funken in uns tragen. Wir alle sind göttliche Wesen die es zu achten und zu ehren gilt. Und unsere Körper sind Tempel die wir in der Tantramassage ehren. Als ich das wirklich begriffen hab, erkannte ich auch endlich meinen Fehler. Von frühester Kindheit an hatte ich alles richtig gemacht. Frauen sind göttliche Wesen, sie gehören auf dieses Podest und angebetet. Ohne zu wissen warum hatte ich das von Anfang an immer richtig gemacht.

Mein Fehler lag nicht darin, sie auf dieses Podest zu heben, sie sind anbetungswürdig und einzigartig und wundervoll. Der Fehler lag lediglich darin, das selbe nicht auch mit mir selbst zu tun. Denn auch ich trage den göttlichen Funken in mir, auch ich bin einzigartig und wundervoll und genau wie ich mich glücklich schätzen darf die Frau zu berühren, darf sie sich glücklich schätzen von mir berührt zu werden.

Ich gebe zu, dass ich auch heute noch oft damit zu kämpfen habe mir diese Tatsache wirklich bewusst zu machen und ich halte mich noch viel zu oft zurück, wenn ich eigentlich nicht sollte, aber ich habe auch erkannt, dass diese Gabe ein ganz besonderes Geschenk ist, denn ich berühre Frauen, wenn ich es tue mit einer ganz anderen Bewusstheit wie das scheinbar andere tun. Es ist und bleibt für mich immer etwas besonderes und nie selbstverständlich.

Darum habe ich auch diesen Text verfasst. Ich möchte allen Männern und Jungs, die sich in den ersten Zeilen dieses Textes wieder erkennen und sich selbst dafür verdammen, dass sie Frauen auf ein Podest heben und sie anbeten zurufen – Ihr seid richtig genauso wie Ihr seid! Eure Gabe ist ein Geschenk. Seid dankbar und erkennt, dass Ihr es verdient habt neben jeder Frau auf dem Podest zu stehen, also stellt Euch dazu und Eure Welt wird sich verändern.