Die 11 größten Stolpersteine beim Abnehmen

1.  Nur abnehmen reicht nicht!

Einer meiner größten Fehler früher war, dass ich glaubte einfach eine Diät so lange zu machen, bis ich das Gewicht verloren bzw. mein Wunschgewicht erreicht hatte und dann einfach wieder so weiter machen zu können wie zuvor. Das kann aus einigen Gründen nicht funktionieren, die ich im folgenden noch nenne. Tatsächlich fängt der Spannende Teil erst an, wenn Du Dein ziel erreicht hast.

2. Diäten sind scheiße!

Ich definiere hier eine Diät als zeitlich begrenzte Ernährungsveränderung. Wenn Du wiklich Gewicht verlieren und auf Dauer halten willst, dann kommst Du nicht drum rum Deine Ernährung grundsätzlich um zu stellen.

3. Mach nix, was Du nicht durch halten kannst!

Einer der wichtigsten Stolpersteine für mich war, dass ich Diäten gemacht habe in denen ich furchtbar gelitten habe. Ich habe Sachen gegessen die ich nicht mag, habe gehungert ich habe es mit Sport übertrieben, denn schließlich sollte das ganze ja nur einen kurzen Zeitraum dauern und genau da liegt die Falle. Natürlich ist eine Ernährungsumstellung am Anfang schwierig und sie darf auch etwas strenger aus fallen als später, denn man will ja Gewicht verlieren. Aber unterm strich, solltest Du eine Ernährungsform finden, die Dir schmeckt, satt macht und die Du in abgeschwächter Form Dein Leben lang durch halten kannst.

4. Sei blos nicht so streng!!

Ich hab an anderer Stelle ja schon erwähnt, dass Dein innerer Schweinehund alles torpedieren kann, wenn Du ihn immer beherrschen willst. Er kann Dir aber auch helfen, wenn Du Dir mal die Mühe machst auf ihn zu hören. Bleib sein Boss, aber erlaube ihm hier und da auch mal ein wenig Ausgang, dann könnt ihr gemeinsam alles schaffen. Das soll nix anderes heißen, als dass Du zwar Dein Ziel stets im Auge behälst, Dir aber hier und da auch mal eine Sünde verzeihst/Genehmigst, mit den Konsequenzen, die nunmal dazu gehören.

5. Berg und Tal und Durst Strecken gehören dazu

Ein erfolgreicher Gewichtsverlust, zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man andauernd Gewicht verliert, sondern dadurch, dass man am Ende Gewicht verloren hat und das auch auf lange Sicht hält. Durststrecken gehören zu jeder Abnahme dazu, manchmal tut sich Wochenlang nix, aber wenn man sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen läßt und durch hält, bleibt man am Ende der Sieger. Das selbe gilt eben auch für Täler. Nicht entmutigen lassen, sondern weiter machen. Ich nehme auch heute immer mal zu, aber dann konzentriere ich mich eben wieder auf meine Ernährung, bis dieses Tal überwunden ist.

6. Einmal Dick immer Dick?

Naja, ganz falsch ist das nicht, ABER wenn Du diesen Hinweis beherzigst und wirklich für Dich realisierst, dann kannst Du aus diesem Teufelskreis raus. Dummerweise verschwinden Fettzellen nicht so leicht wie man sie bekommt. Einmal eingelagerte Fettzellen schrumpfen nur, bleiben aber erhalten und sobald die Möglichkeit besteht wachsen sie um so schneller wieder. Es ist daher kein Wunder, dass Menschen die einmal schwer übergewichtig waren schneller wieder zu nehmen wie andere Menschen. Um aus diesem Teufelskreis zu entfliehen musst Du Dir lediglich bewusst machen, dass Du nie wieder „einfach nur essen“ darfst ohne darauf zu achten. Du musst nicht Dein Leben lang hungern und auch nicht Dein Leben lang diäten, aber Du musst immer darauf achten was, wie viel und wann Du isst und ob Dein Körper wieder wächst.

7. Vergiss Dein Gewicht nicht!

Ein anderer wichtiger Stolperstein ist so fieß, weil er so unscheinbar ist und wird schlimmer je mehr Gewicht Du verlierst. Mach Dir bewusst, dass ein Körper mit mehr Gewicht auch mehr Kalorien pro Tag verbrennt. Es ist ja ansich auch ganz logisch, weil man weniger Gewicht mit sich herum schleppt, verbraucht man eben auch weniger Kalorien. Isst man jetzt aber aus reiner Gewohnheit die gleichen Mengen wie vorher (und hier sei mal gesagt, das hat überhaupt nix mit „fressen“ zu tun, der Körper verlangt aufgrund höheren Energiebedarfs ja auch nach mehr Kalorien!), dann nimmt man trotz umgestellter Ernährung ggf. trotzdem zu. Sei Dir also einfach Deines neues Gewichtes und des damit verbundenen Energiebedarfs bewusst, dann geht das.

8. Älter = Schwerer

Ja, auch das stimmt leider, bzw. ist nicht ganz falsch, wenn Du mals wieder etwas nicht beachtest. Tatsache ist, das ab einem gewissen Alter der Körper kontinuierlich Muskeln ab baut und mehr Fett einlagert und dadurch der Energiebedarf bei gleichem Gewicht kontinuierlich sinkt. Nun hat man entweder die Wahl weniger zu essen oder mehr sport zu treiben, hierbei geht es um ca. 10-20%…oder eben etwas zu zu nehmen, auch das kann man überleben ;).

9. Übertreibs nicht mit dem Sport!

Ich habe es viele Jahre lang gerade mit dem Sport total übertrieben. Ja, ich weiß, das klingt total unglaubwürdig bei einem 164kg Mann, aber tatsächlich war es so. In jeder Diät habe ich mich selbst übertroffen und trainiert bis es mir aus den Ohren raus kam, nur um dann nach der Diät alles wieder zunichte zu machen, weil neben der gleichen Ernährung von früher auch die Sport zum Ursprung zurück kehrte also wenig (nicht nichts, aber wenig). Als ich mich dann mit meinem inneren Schweinehund versöhnt habe und statt dessen regelmäßig, dafür weniger Sport machte blieb der Erfolg auch langfristig und ich konnte die Intensität stetig steigern und so langsam wuchs auch die Lust auf Bewegung.

10. Kleine Ziele und lass Dir Zeit

Als nächstes solltest Du Deine Ziele nie zu hoch stecken. Ein Ziel dass Du nicht erreichst behindert Dich oder verhindert sogar, dass Du es je erreichst. Ein kleines Ziel und sei es noch so klein, ermutigt und beflügelt Dich und kann ja Problemlos erweitert werden biss Du das gleiche große Ziel erreicht hast. Und das gleiche gilt eben auch für die Zeit. Wie lange hat es gedauert bis Du Dein Gewicht erreicht hattest, aber den Körper dann in ein paar Wochen zwingen zu wollen es wieder zu verlieren, sorgt nur all zu oft dafür, dass der gesammte Versuch scheitert.

11. Versuch es nicht – mach es oder lass es!

Tatsächlich was dies meine aller größte Hürde, denn oft habe ich nicht wirklich dahinter gestanden und sozusagen ohne große Motivation „versucht“ ab zu nehmen. Man darf aber die psychologische Komponente beim Abnehmen auf garkeinen Fall vergessen, denn das versuchen beinhaltet schon das unausgesprochene Versagen. Erst als ich es nicht mehr versucht habe, sondern entschieden habe es zu machen, stand das Versagen gar nicht mehr auf dem Plan und es fiel mir so deutlich leichter durch zu halten. Wenn Du also merkst, dass Du nicht wirklich dahinter stehst, dann lass es lieber oder finde heraus warum das so ist. Abnehmen ist nicht immer die beste Lösung, Akzeptanz kann besser sein, als der Xte gescheiterte Versuch, der Dein Gewicht nur noch höher treibt. Ich fand den Entschluss tatsächlich auch erst als ich eigentlich Akzeptiert hatte Dick zu sein, ich wollte ja ursprünglich nur der Diabetis entgehen.

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