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Wie ich das Meditieren lernte

Ich habe schon immer viel über das Leben nachgedacht und wie man es sich selbst schön gestalten kann. Ich bin dabei immer wieder über Meditation „gestolpert“. Fast jeder Mensch den ich fand, der in sich ruhte und ausgeglichen war, machte auch Meditation.

Zunächst einmal hatte ich 0 Ahnung was das überhaupt wirklich bedeutet – Meditieren. Klar ruhig da sitzen und nix tun, aber was ist da besonderes im Gange, dass es die Menschen glücklicher macht, schließlich passierte dabei ja nix. Ich entschloss mich also mich damit eingehender zu beschäftigen und las diverse herangehensweisen, wobei die Methoden doch recht vielfältig sind, doch alle hatten für mich eine Sache gemeinsam.

Sobald ich versuchte Ruhe zu finden und in mich zu gehen, wurde es nur noch schlimmer. In meinem Kopf herrschte das reinste Chaos. Je mehr ich versuchte mich zu beruhigen und meine Gedanken zu sammeln, desto unruhiger und wilder wurden sie. Egal ob ich mir Bilder vorstellte oder versuchte mich auf den Atem zu konzentrieren, es wurde immer nur schlimmer statt besser und ich war ziemlich entmutigt, bis ich eines Tages zwei ganz hervorragende Tipps bekam, von denen einer bei mir funktionierte.

  • Lass die Gedanken wie Schneeflocken an Dir vorbei ziehen
  • Versuche nicht Deinen Geist zu beruhigen, sondern häng einfach keinem Gedanken nach, wähle statt dessen einen neuen.

Der zweite Tipp ließ bei mir ein Gedankenbild entstehen. Ich stellte mir also vor, wie ich versuchte zu meditieren und wann immer ein Gedanke oder Bild auf kam, das gerade in der Meditation nix zu suchen hatte, wendete ich mich von diesem einen Gedanken ab. Und im Kopf stellte ich mir dann sogar vor wie ich meinen Blick davon abwendete.

Stell Dir z.B. vor Du willst nicht an einen rosa Elefanten denken, aber jeder Versuch nicht an den Elefanten zu denken wird schon deshalb scheitern, weil in Deinem Unterbewusstsein „kein Elefant“ das gleiche wie „ein Elefant“ ist. In beiden Fällen denkst Du an den Elefanten und an nix anderes. Denkst Du aber statt dessen an einen ruhigen Berggipfel und danach an eine weite Landsschaft, so ist für diesen Moment der Gedanken vom Elefanten weg.

Ein weiterer wichtiger Tipp ist:

  • GEDULD!!

Für mich fast noch wichtiger, denn Ungeduld hat mir schon so manches versemmelt. Gerade beim Meditieren war es nun so, dass ich zwar einen Weg gefunden hatte, aber natürlich hat das auch nicht von Anfang an 100%tig gelappt. Es war viel mehr so, dass mein Verstand mit mir Fangen gespielt hat oder das unruhige Kind in meinem Kopf keinen Bock auf Meditation hatte und mir wie wild einen schrägen Gedanken nach dem anderen vor die Nase setzte. Klar, ich hatte nun gelernt, den Gedanken nicht mehr nach zu hängen, aber kaum hatte ich mich von einem gelöst kam ein anderer daher und ich hatte zunehmend den Eindruck, dass ich mich selbst testen würde, aber als ich durch hielt wurde ich zunehmend mit kurzen Phasen von Ruhe belohnt. Etwas das für einen so unruhigen Geist wie den meinen etwas ganz besonderes ist.

Mittlerweile fällt es mir kaum noch schwer ungewollte Gedanken vorbei ziehen zu lassen und auch mein Verstand hat sich dran gewöhnt und versucht es gar nicht mehr, mich mit unnützen ablenkenden Gedanken zu nerven.

Wieso Du immer belogen wirst…

Geht es Dir auch oft so, dass Du zwar immer fair und ehrlich zu anderen bist, aber dennoch fällst Du immer wieder auf die selben Menschen herein, die Dich eben nicht mit dem gleichen Respekt behandeln?

Dann habe ich eine schwierige Frage für Dich, die einfach klingt. Bist Du tatsächlich immer ehrlich und fair zu Dir? Oder ziehst Du das Wohl und die Fairnis anderen gegenüber Deinem eigenen vor?

Mir ging es früher nicht anders. Immer wieder haben mich Menschen enttäuscht, von denen ich dachte sie währen Freunde und ich konnte das einfach nicht verstehen, denn ich war doch immer ehrlich und fair ihnen gegenüber. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich immer fair ihnen gegenüber war, aber eben mir gegenüber nicht. Ich sah es als wichtiger an, dass sie zufrieden sind, als ich selbst. Wann immer es hies – sie oder ich belog ich mich ganz dreist und gab vor das ja in wirklichkeit für mich zu tun und zog sie wann immer es geht vor und das es mir dabei zuweilen schlecht ging, war akzeptabel, denn ich hatte mich ja für „das Richtige“ entschieden und es war richtig für Freunde ein paar Unannehmlichkeiten hin zu nehmen.

Tatsächlich, das wurde mir leider erst viel zu spät bewusst, war ich mir gegenüber überhaupt nicht fair und nicht aufrichtig. Also war es nur logisch, dass die Menschen mich ganz genau so behandeln. Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich mich zunächst einmal selbst gut, fair und respektvoll behandeln muss, bevor mich andere ebenso behandeln und siehe da – kaum hatte ich angefangen mir all das zu geben, was ich immer von anderen erwartet hatte, änderten sich auch die Menschen und ihr Verhalten mir gegenüber.

Wie Zorn, Dich heilen kann

Ich habe mich früher total über oberflächliche Menschen aufgeregt. Es gab für mich nichts schlimmeres und abscheulicheres als Menschen die andere am Aussehen beurteilen, denn ich habe mein Leben lang darunter gelitten und empfand das daher auch völlig logisch, dass das der Grund war warum mich das so zornig machte wenn ich mitbekommen hab, dass sich jemand oberflächlich verhalten hat.

Erst einige Zeit später hörte ich zum ersten mal vom Spiegelgesetz und konnte es dann immer wieder bestätigen und es ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Denn es besagt, dass alles was mich an anderen stört und richtig in Rage versetzt, was ich verändern oder bekämpfen möchte, also alles was starke Gefühle aus löst, habe ich letztlich in mir selbst und bekämpfe und unterdrücke ich. Mein Gegenüber spiegelt mir also nur das was ich in mir Trage und weist mich so darauf hin.

Als ich dies erkannte und mal so über mich und mein Leben nach dachte und wie oberflächlich ich selbst war. Nicht wie ich mich gab und was ich sagte, sondern das was ich wirklich tief in mir fühlte. In diesem Moment erkannte ich, dass auch wenn ich das gar nicht gut fand, ich in Wirklichkeit selbst oberflächlich war. Ich hatte zwar nie danach gehandelt und meine Meinung nicht von diesem Impuls beeinflussen lassen, aber ja, im Kern war ich nicht besser als alle anderen. Auch ich wollte eine schöne hübsche junge Frau kennen lernen und nicht etwas eine die „nur“ einen schönen Charakter hat, aber mir nicht gefällt.

Und nun, da ich mir diese Sache bewusst gemacht und auch akzeptiert hatte, dass ich diese Anteile in mir hatte, war diese Wut plötzlich wie ausgelöscht und doch hatte sich ja an meinem Leben so überhaupt nichts geändert. Ich war immer noch der selbe Mensch mit den selben Erfahrungen und auch heute lasse ich mich von diesen Impulsen nicht blind leiten, aber ich hab akzeptiert dass sie ein Teil von mir sind und seit dem habe ich mich nicht ein einziges mal mehr so sehr über einen oberflächlichen Menschen aufgeregt.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin immernoch kein Fan von Oberflächlichkeit und ich ziehe noch immer tiefgründige Menschen vor. Aber die Wut ist weg und das hat mich nicht nur befreit, sondern auch ein stück weit geheilt und mehr zu meiner Mitte gebracht.

Heute weiß ich, wenn mich jemand oder etwas so richtig auf die Palme bringt, macht er mir gerade ein tolles Geschenk und ich blicke neugierig auf mich um zu sehen wo es her kommt und wie es mich noch ein Stück heilen kann. Aber allein dieses Wissen darum, macht es fast schon zu einfach ;).

Wie Du gelassener werden kannst

In der Vergangenheit hatte ich oft Probleme damit in den verschiedensten Situationen gelassen zu bleiben. Mittlerweile kenne ich einige Wege um gelassener zu sein und daran möchte ich Euch nun teil haben lassen.

Der einfachste Weg um im Umgang mit anderen Menschen gelassener zu sein, ist sich zunächst einmal die Tatsache bewusst zu machen, dass man keine Gedanken lesen kann. Was jetzt vielleicht erst mal albern klingt, ist es keineswegs, denn wie oft haben wir schon aufgrund von einem Blick, einer Handlung, Mimik, Gestik oder eines Satzes gedacht zu wissen, was das Gegenüber wirklich denkt. Tatsächlich aber, wenn man die gleiche Situation mit Abstand oder eben von einer völlig neutralen Position aus betrachtet, kann man sehen, dass dieses Vorgehen uns keineswegs hilft, sondern das Leben erschwert.

Jeder von uns, ist sozusagen die Summe seiner Erfahrungen und auch Menschen mit einer guten Intuition oder wie ich mit einer guten Empathie, laufen sehr schnell in diese Falle. Während ich z.B. solange es mich nicht betrifft, Gefühle und Emotionen von anderen Menschen sehr gut lesen kann und auch aus der Körpersprache oft schon schlauer werde als, wenn man mit den Menschen redet, tappte….naja und tappe 😉 auch ich immer wieder in die gleiche Falle. Denn auch mein Blick auf die Welt wird immer von meinen Gefühlen und Erfahrungen gefärbt und gerade bei nonverbalen „Erkenntnissen“ habe ich dann auf meine sonst so zuverlässige Empathie vertraut. Bis ich eines Tages erkannte, dass meine Gesamte Wahrnehmung eben auch von meinen Erfahrungen und Emotionen eingefärbt und somit schnell verfälscht wird und ich bin der letzte der weiß wann dem so ist und wann nicht.

Die einzig vernünftige und für mich sehr hilfreiche Lösung war es mir wirklich bewusst zu machen, dass ich nun mal niemandes Gedanken lesen kann und solange ich das nicht kann und mir niemand etwas direkt und offen ins Gesicht sagt ist es schlicht das vernünftigste zunächst gar nicht auf die vermeintlich nonverbale Botschaft zu reagieren, denn in den meisten Fällen ist sie tatsächlich gar nicht da.

Das nächste was mir sehr geholfen hat im Umgang mit anderen Menschen ist mir bewusst zu machen, dass jeder von uns in seinem eigenen Universum lebt und obwohl wir uns alle unglaublich ähnlich sind, mit unseren Ängsten und Sorgen, so hat doch jeder von uns seinen einzigartigen Blick auf die Realität. Und wer einmal mitbekommen hat wie ein Polizist die Zeugen eines Verbrechens befragt, wird sehr schnell merken, dass die Wahrheit in fast allen Köpfen anders aus sieht und genau da liegt der Schlüssel. Im ersten Schritt habe ich ja erkannt und mir wirklich bewusst gemacht, dass ich nicht in andere Köpfe rein schauen kann. Und ich kann eben auch nicht verändern was jemand denkt, aber ich kann sehr wohl verändern wie ich mit dem Umgehe was andere tun.

Das Geheimnis ist, sich selbst bewusst zu machen, dass jeder seine Sicht auf die Welt hat und ich überhaupt keinen Grund habe mir diese Sicht eines anderen Menschen zu eigen zu machen. Es darf und kann jeder denken was er will, das kann auf mein Leben so gar keinen Einfluss haben, solange ich das eben nicht zu lasse. Und falls es mich doch mehr trifft, obwohl ich genau weiß, dass es das nicht muss, dann liegt darin eine große Chance etwas über mich zu lernen und mich von genau diesen Gefühlen zu befreien, wenn ich dafür offen bin. Genau dieses Wissen, zu wissen, dass alles was mich so sehr triggert, im prinzip aus mir selbst kommt und mir die Chance eröffnet mich davon für immer zu heilen, gibt mir extrem viel Gelassenheit :).

Der schwierigste aber mit Abstand beste und wirksamste Weg ist es sich selbst vom Urteilen zu befreien. Um dies zu können, muss man damit aber zunächst einmal bei sich selbst anfangen und dazu ist Selbstliebe notwendig. Wenn man gelernt hat sich selbst zu lieben und alle Aspekte, die schönen und vorzeigbaren als auch die weniger geliebten und vielleicht verachteten, an zu nehmen und sich selbst als richtig und gut zu betrachten, mit all seinen Fehlern, dann kann man damit anfangen eben diese Akzeptanz auch auf alle anderen an zu wenden. An zu erkennen, dass niemand Perfekt ist, wir alle unsere Fehler haben und auch unseren eigenen Blick auf die Wahrheit. Und indem ich das anerkenne kann ich mich darin üben nicht immer gleich zu urteilen und vielleicht sogar im Laufe der Zeit ganz damit auf zu hören. In dem Moment wo ich bei mir bin und nicht urteile, in dem Moment ruhe ich in mir und das verändert einfach alles, doch das kannst Du nur am eigenen Leib erfahren :).

Podeste

Schon als ich noch ein sehr kleiner Junge war, ich erinnere mich da an meine Grundschulzeit, war ich immer sehr neidisch auf die Jungs die ganz ungezwungen und frei mit den Mädchen spielen konnten. Ich selbst fand Mädchen immer ganz toll und besonders und wertvoll. Und je älter ich wurde desto stärker war dieser Eindruck und meine Ehrfurcht, das beschreibt es wohl am besten, vor diesen wundervollen Geschöpfen.

Ich war mit zunehmendem Alter und Erfahrung allerdings auch immer mehr zwiehgespalten. Denn einerseits fühle ich so und fand es auch richtig, andererseits hatten es all jene die das anders sahen und sich anders verhielten um so vieles einfacher und waren um so vieles erfolgreicher. Und so kam es das ich mit jedem Jahr der Pubertät diesen „Makel“, als den ich es sah, immer mehr verdammte. Ich sah es als Schwäche und mich nicht als richtigen Kerl weil ich Frauen auf ein Podest hob an das ich dann selbst gar nicht mehr dran kam.

Einerseits gab es da tatsächlich einen Fehler, doch es sollte noch viele Jahre dauern und so manchen Irrweg, bis ich ihn wirklich erkannte und somit auch mein Problem löste. Natürlich war es unpraktisch, Frauen auf ein Podest zu haben. Denn somit stellte ich mich unter sie, und sowohl Körpersprache und auch meine Gedanken drückten somit aus, dass ich Ihrer nicht würdig war und es nicht verdiente sie zu berühren, oder ihnen nah zu sein.

Heute finde ich es so unendlich schade, wie viel wertvolle Lebenszeit ich verschwendet hab, obwohl die Lösung so einfach und so klar ist und ich eigentlich mein Leben lang den rechten Weg gegangen bin. Ich ging aus Verzweiflung sogar fast eine Zeit lang einen Irrweg, wo ich auf die Dummheiten sogenannter „Frauenflüsterer“ oder „Frauenmagnete“ gehört hab, die mit Tricks um die Ecke kamen, wie man den Zweifel den jeder Mensch in sich trägt gegen die Frauen einsetzt und sie schlecht behandelt, um sein Ziel zu erreichen. Glücklicherweise war ich nie verzweifelt genug um diesen Irrweg wirklich zu gehen. Ich dachte zwar ich müsse und es wäre der einzige Weg seiner Zeit, aber es erschien mir zu falsch um ihn zu gehen.

Als ich dann, viele Jahre später mit Tantra in Berührung kam lernte ich, dass wir alle den göttlichen Funken in uns tragen. Wir alle sind göttliche Wesen die es zu achten und zu ehren gilt. Und unsere Körper sind Tempel die wir in der Tantramassage ehren. Als ich das wirklich begriffen hab, erkannte ich auch endlich meinen Fehler. Von frühester Kindheit an hatte ich alles richtig gemacht. Frauen sind göttliche Wesen, sie gehören auf dieses Podest und angebetet. Ohne zu wissen warum hatte ich das von Anfang an immer richtig gemacht.

Mein Fehler lag nicht darin, sie auf dieses Podest zu heben, sie sind anbetungswürdig und einzigartig und wundervoll. Der Fehler lag lediglich darin, das selbe nicht auch mit mir selbst zu tun. Denn auch ich trage den göttlichen Funken in mir, auch ich bin einzigartig und wundervoll und genau wie ich mich glücklich schätzen darf die Frau zu berühren, darf sie sich glücklich schätzen von mir berührt zu werden.

Ich gebe zu, dass ich auch heute noch oft damit zu kämpfen habe mir diese Tatsache wirklich bewusst zu machen und ich halte mich noch viel zu oft zurück, wenn ich eigentlich nicht sollte, aber ich habe auch erkannt, dass diese Gabe ein ganz besonderes Geschenk ist, denn ich berühre Frauen, wenn ich es tue mit einer ganz anderen Bewusstheit wie das scheinbar andere tun. Es ist und bleibt für mich immer etwas besonderes und nie selbstverständlich.

Darum habe ich auch diesen Text verfasst. Ich möchte allen Männern und Jungs, die sich in den ersten Zeilen dieses Textes wieder erkennen und sich selbst dafür verdammen, dass sie Frauen auf ein Podest heben und sie anbeten zurufen – Ihr seid richtig genauso wie Ihr seid! Eure Gabe ist ein Geschenk. Seid dankbar und erkennt, dass Ihr es verdient habt neben jeder Frau auf dem Podest zu stehen, also stellt Euch dazu und Eure Welt wird sich verändern.

 

Wie Du mit „Energievampieren“ um gehen kannst

Also eins vorweg, ich halte nix davon, vor seinen Problemen weg zu laufen, denn oft sind diese da, um mich auf etwas hin zu weisen oder mich etwas zu lehren. Das war nicht immer so. Früher ging ich fast immer den Weg des geringsten Widerstandes und auch heute bin ich davon, bei aller Bewusstheit, nicht frei.

Ich habe aber gelernt, dass alles was mich bewegt, mich stresst, mich wütend macht, seinen Ursprung eigentlich in mir selbst hat und nicht im Außen. Nachdem ich diese Lektion gelernt hatte begann ich immer zuerst in mich selbst zu sehen. Bitte nicht verwechseln mit „die Schuld bei mir zu suchen“ das wäre der falsche Weg, es geht nicht um Schuld, nicht um Verurteilung, sondern um Heilung, denn indem ich den Ursprung dieses Ärgers, dieser Angst, dieser Wut in mir finde, kann ich sie heilen.

Darum ist das wahr nehmen eines „Energievampirs“ auch ein Hinweis auf einen Prozess in Mir, nicht im Außen. Nicht das Gegenüber ist mein Problem, sondern seins. Je stärker ich aber den „Energieverlust“ wahr nehme, desto stärker ist auch der Prozess. Etwas in Mir fühlt sich angegriffen, fühlt sich bedroht, fühlt sich hilflos ausgeliefert.

Jemand aber der in sich Ruht kann aber nicht von außen „ausgesaugt“ werden. Energie saugen ist sozusagen ein Prozess, an dem beide Seiten beteiligt sind und vielleicht wirkt das auch deshalb so bedrohlich, weil man unbewusst weiß dass man eben nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern ein Teil von einem diese Abhängigkeit bewußt eingeht.

Ich schaue daher zuerst bei mir selbst. Wie kommt es zu diesem Energieverlust, was löst ihn aus und warum lasse ich das zu? Warum fühle ich mich bedroht und ausgeliefert? Gibt mir der andere etwas, das ich unbewusst suche? Und seit dem ich mit diese Fragen stelle und die Antworten nicht mehr fürchte, habe ich viel über mich gelernt und seit dem gibt es für mich keine „Energievampiere“ mehr. Niemand kann mich „aussaugen“ wenn ich das nicht zu lasse.

Nachwort:

Ich halte im übrigen wenig davon sich von sogn. Energievampieren zu distanzieren, sie ab zu grenzen oder Distanz zu schaffen. Denn zum einen sind sie wie gesagt ja da um uns zu lehren, zum anderen geben wir dem „Problem“ Macht, wenn wir uns entfernen, anstatt es zu lösen und wenn es gelöst ist, stellen sie kein Problem mehr dar.

Wie man sich als Couchpotato mit Sport anfreundet

Nun, ich bin ehrlich, ich bin noch heute ein Couchpotato und nehme mir auch immer wieder Auszeiten vom Sport, aber dennoch braucht man zum Abnehmen Sport und wie ich das geschafft habe will ich hier erzählen.

Ich war fast immer Dick und dennoch war ich sowohl als Kind sehr aktiv, ein Wald in der Nähe (100m) und ein Spielplatz vor der Haustür, machten das einfach und als jugendlicher war ich leidenschaftlicher Handballspieler und Skater, also obwohl ich dick und schwer war, war ich als Kind und Jugendlicher eigentlich immer „sportlich“ und wurde daher oft von anderen unterschätzt. Doch wir alle kennen das, mit dem Berufsleben änderte sich das relativ Zeitig und mit zunehmendem Gewicht noch dazu. Bald war ich ein echtes Couchpotato das schon nach ein paar Treppenstufen außer Atem war.

Mein Leben hat mich, was Sport betrifft eins gelehrt, ich mach das zwar ganz gerne, aber sobald er zur Pflicht wird oder zum Kampf, dann verliere ich schnell die Lust daran. Ich hatte zwar nie Probleme damit mich durch zu beißen, aber wenn man eben etwas nicht gerne macht, dann hat alles seine Grenze und so war auch immer irgendwann Schluss mit dem Sport.

Mein Geheimnis heute – die Macht der kleinen Schritte! Ich habe für mich gelernt, dass der innere Schweinehund nicht mein Feind sein muss, nein, ich kann mit ihm zusammen arbeiten und so sehr viel mehr und anhaltender schaffen. Ich krieg immer die Kriese wenn ich so sachen wie „Biggest Looser“ oder irgendwelche (hauch dünnen) personal Trainer sehe die Übergewichtige durch die Landschaft peitschen und ich sehe förmlich das Versagen und ich sehe die Schuld da keineswegs beim Opfer dieses Trainings, sondern beim Trainer.

Was habe ich also gemacht. Nachdem ich 164kg auf die Waage brachte, entschied ich mich ein Laufband zu verwenden und bin einfach nur regelmäßig jeden Tag gegangen. Damals hab ich das mit dem Sport noch gar nicht gemacht um Kalorien zu verbrennen, sondern einfach um ab und an mal meine Gefäße durch zu pusten ;). Ich ging also zunächst nur auf dem Laufband. Für jeden anderen wäre das vielleicht lachhaft gewesen, doch ich kam außer Atem und so war für mich der Zweck erfüllt. Ich machte das einfach so lange bis ich nicht mehr außer Atem kam und ging dann einfach ein wenig schneller bis ich wieder außer Atem kam. Schrittweise konnte ich so die Geschwindigkeit erhöhen, bis das Laufband einfach keine höhere Stufe mehr hatte und ich musste etwas unter das Laufband legen um eine Steigung zu erzeugen usw.

Dadurch, dass ich nicht zu lang und zu schwer trainierte, kostete es mich selbst als Couchpotato keine Überwindung und dadurch, dass es nicht zu lang dauerte konnte ich es auch jeden Tag machen und konnte es mir leicht angewöhnen. Auch heute gewöhne ich mir gerade wieder etwas an. Ich wollte schon immer Klimmzüge schaffen und durch ein Video auf YouTube wurde ich angespornt das auch zu schaffen. Ich habe also die ersten Tage jeden Tag nur versucht einen Klimmzug zu machen und tatsächlich war es gaaanz am Anfang nur der Versuch und 3 Tage Pause weil die Muskeln und Gelenke weh taten und dennoch mit jedem Tag kam ich der Sache einen winzigen Schritt näher. Kaum Sichtbar zwar, aber ich wusste ja schon, dass regelmäßiges Training seine Wirkung irgendwann Zeigt. Ich bin zwar noch weit von meinem Ziel entfernt, aber mittlerweile kann ich mehrmals am Tag bis zu 3 Klimmzüge machen und ich bleibe dran.

Und damit kommen wir wieder zurück zum Anfang. Ich bin auch heute sicher kein „Sportler“ sondern eher die Couchpotato geblieben, aber es fällt mir leicht jeden Tag etwas Sport zu treiben und ich bin so beweglich geworden, dass ich alles machen kann, einfach so und ich kann es lassen, wenn ich mal keine Lust hab. Die wichtigste Aussage ist und deshalb erzähle ich Euch das überhaupt, Ihr müsst kein Sportler werden um ab zu nehmen, Ihr müsst nicht jemand werden der Ihr nicht seid. Was Ihr aber könnt und auch solltet, Euren eigenen Weg finden wie und wann ihr Sport treibt und welcher Sport Euch am wenigsten nervt ;). Nutzt die Macht der kleinen Schritte um wirklich alles zu erreichen und laßt Euch nicht in das Korsett eines anderen zwängen, das geht nur schief. Mein Weg dauert länger, das ist mir klar, aber ich komme auf jeden Fall an und falls Du schon ein paarmal den Weg abgebrochen hast, ist vielleicht meine Art die Erfolgversprechendere ;).

Wie ich meinen Selbstwert erkannte

In den Vergangenen Jahren habe ich meinen (Selbst-)Wert oft daran fest gemacht, ob andere mir gezeigt haben, dass ich einen Wert besitze oder daran, was ich selbst leiste und mir sozusagen meinen Wert mit Leistung erkauft. Dass diese Art zu denken höchst destruktiv und unvernünftig ist, weiß ich heute und doch geht es meiner Erfahrung nach vielen Menschen so. Am besten merkt man das, wenn dieses Konzept mal zusammen bricht. Du flirtest mit einem attraktiven Menschen und er/sie ignoriert Dich oder lacht Dich dafür aus. Freunde von Dir feiern und Du bist nicht eingeladen. Du bist zum 2 mal durch eine Prüfung gefallen oder wirst nicht versetzt. Du hast schon zig Bewerbungen geschrieben aber noch keine Einladung zum Vorstellungsgespräch. So und wenn Du Dich dann wertlos, nicht genug oder falsch empfindest, bist auch Du in diese Falle getappt, das geht sehr vielen Menschen so.  Sich selbst bewusst zu machen, dass man so denkt ist der erste Schritt.

Und nun zur Lösung. Ich sage Dir jetzt, dass wir alle wertvoll sind. Wir alle haben einen guten Grund warum wir auf dieser Welt sind und diese Tatsache allein macht uns wichtig, genau wie ein Zahnrad im Getriebe einer Uhr würde dieser Welt etwas wichtiges fehlen und die sprichwörtliche Uhr könnte nicht mehr laufen, wenn es Dich nicht gäbe und alles was Du tust beeinflusst alles andere. Aber auch aus gläubiger Sicht, falls Du einen Glauben hast, mach Dir doch bitte mal eine Sache bewusst. Wenn Gott Dich geschaffen hat, wie kannst Du Dir anmaßen Deinen Wert nicht zu erkennen? Könnte die Welt auf Dich verzichten gäbe es Dich erst gar nicht, doch da es Dich gibt bist Du auch wichtig.

Du kannst es aber auch anders sehen. Stell Dir einen großen Klumpen Gold vor. Er könnte Dein Leben verändern, sein Wert ist unbestritten. Nun schmeiß diesen Klumpen in eine stinkende Kloake und sein Wert? Würdest Du ihn ablehnen? Sein Wert bleibt unverändert. Du kannst ihn schmilzen, zerkratzen, weg schmeißen, ja und selbst wenn Du ihn verkleidest so dass niemand seinen wahren Wert erkennen kann, so bleibt dieser dennoch unverändert. Nichts kann seinen Wert verändern und genau so ist das auch mit uns allen.

Liebefreundschaftglück

Mach Dir immer bewusst, dass Du wertvoll bist, Du trägst den göttlichen Funken in Dir, es bedarf wahrer Wunder damit es Dich überhaupt gibt und jetzt wo es Dich gibt, gibt es dafür auch einen guten Grund. Du must nichts tun um Wertvoll zu sein, genau sowenig wie ein Goldbarren. Du bist wertvoll, weil es Dich gibt. Du selbst bist einzigartig, selbst Zwillinge oder Drillinge sind nicht identisch.

Wenn Du also mal wieder an Deinem Wert anzweifelst bzw. Dich gar wertlos fühlst, dann erinnere Dich daran, das Du nichts tun musst um wertvoll zu sein, niemandem gefallen must um wertvoll zu sein, die einfache Tatsache, dass es Dich gibt beweist bereits Deinen Wert. Du bist ein wichtiges Zahnrad im Uhrwerk des Universums, Du bist ein einzigartiger Mensch, es gibt keinen zweiten von Dir und somit bist Du so wertvoll als gäbe es nur diesen einen Klumpen Gold auf der Welt.

Vergiss das nie und als nächstes kannst Du dieses Wissen damit festigen indem Du Dich Dir gegenüber auch entsprechend verhällst. Denn wenn Du erst damit beginnst Dich mit der Achtung vor Deinem Wert zu behandeln, so wie Du es verdienst, dann wirst Du auch bald nicht mehr dieses Gefühl der Wertlosigkeit empfinden.

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