Gedanken zu „über meinen Schatten springen“

Heute während der dringend nötigen Hausarbeit hatte ich mal wieder viel Zeit zum Nachdenken. Da ging mir die Aussage „ich bin halt über meinen Schatten gesprungen“ durch den Kopf. Eine typische Floskel, die man zwar immer wieder verwendet, aber über die ich noch nie wirklich nachgedacht hatte und das obwohl mir gerade bewusst wurde wie treffend sie ist, wenn man sich mal die Mühe macht darüber nach zu denken.

Ich kenne den Ursprung dieser Aussage nicht, aber ich finde sie sehr spannend. Was ist das denn für ein ominöser Schatten über den man da springt. Und dann viel es mir auf und es war völlig logisch. Es ist der Schatten der Vergangenheit, der falschen „erlernten“ Glaubenssätze die uns davon abhalten Dinge zu tun die wir eigentlich tun wollen. Und die Metapher ist so treffend, weil auch der Schatten ein Teil von uns ist und genau so aus sieht wie wir, man könnte denken er währe man selbst, dabei ist er nur der Schatten den das wahre ich wirft. Und genau so ist es auch mit unseren hemmenden Glaubenssätzen. Sie wirken so schlau und autenthisch und scheinen von uns selbst zu kommen, doch tatsächlich haben wir nur Angst wirklich wir selbst zu sein. Wir haben uns einmal die Finger verbrannt und glauben nun, die Herdplatte wäre immer heiß, auch wenn sie eiskalt ist oder wir haben uns die Sicht von anderen zu eigen gemacht, weil es irgendwie klug erscheint und jeder so denkt…..glauben wir zumindest.

Also sollten wir nicht nur viel öfter über unseren Schatten springen, sondern uns auch den Schatten mal ganz genau an schauen und fragen wie viel von Ihm tatsächlich von uns kommt und wie wahr er überhaupt noch ist. Aber geh nicht zu hart mit Deinem Schatten ins Gericht, denn er ist auch noch ein Teil von Dir und als er entstand hatte er einen tieferen Sinn. Jetzt wo Du ihn nicht mehr brauchst, sei trotzdem lieb zu ihm ;).

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