Mein Glaube (work in progress)

Vorwort: Ich möchte ganz ausdrücklich niemandes Glauben angreifen. Alles was ich hier schreibe ist lediglich mein Glaube und auch nur meine höchst persönliche Sicht. Der Vollständigkeithalber muss ich aber ausführen wie ich zu den Schlussfolgerungen gekommen bin, ich erwarte aber keineswegs, dass ich die Wahrheit gepachtet hab, diesen Fehler haben schon zu viele Generationen und Menschen vor mir gemacht. Der glaube ist in meinen Augen etwas zutiefst individuelles, weshalb das was ich hier schreibe, auch nur für mich richtig ist und für niemanden anders richtig sein muss :).

Mein Glaube:

Ich bin als Kind sehr gläubig gewesen und als Katholik erzogen worden. Für mich paßte da aber so einiges nicht zusammen. Gott sollte ein liebender unfehlbarer Gott sein, aber die Bibel war voll von den Greultatendes des ersten Testamentes, außerdem ist die Welt ein Ort voller Ungerechtigkeit und Leid und im Namen Gottes wurden schon so oft Kriege geführt, dass es einfach nicht logisch war, dass hinter all dem ein liebender unfehlbarer Gott stehen konnte. Ein Vater der über seine Kinder wacht. Aber ein Vater der dabei zu sieht wie seine Kinder sich gegenseitig ermorden oder foltern, dem würde man die Kinder sofort weg nehmen. Dies alles erschien nicht glaubwürdig und es gibt einfach sehr viele Stellen in der Bibel die nicht zu dem Bild, das die katholische Kirche von Gott vermittelte paßte.

Also wurde ich irgendwann zum Agnostiker (jemand der die Existenz Gottes nicht leugnet aber auch nicht glaubt). Etwas in mir wollte aber schon glauben und war sich sicher dass es da irgendwas geben musste, doch ich konnte es nicht wirklich fassen, also fing ich an mir ganz eigene Gedanken zu machen und nach einem Bild zu suchen, dass für mich persönlich stimmiger erscheint und das was dabei heraus kam, erzähle ich Euch hier.

Ich glaube, dass alle großen Weltreligionen, wozu ich auch die Wissenschaft zähle, aus ihrer Perspektive die Wahrheit zwar sehen, aber eben verzerrt durch ihre eigene Perspektive und die Menschen darin. Ich bin auch nur ein Mensch, also muss meine Sicht kein Stück besser sein, aber sie paßt eben für mich perfekt, darum auch „Mein Glaube“. Dieser, mein Glaube ist auch im stetigen Wandel, denn ich lerne immer mehr und all das fließt in meinen Glauben ein, weshalb sich dieser stetig erweitert und wandelt, doch schon seit langer Zeit verändert er sich nur noch wenig und nicht mehr maßgeblich. Tatsächlich fügt sich zunehmend eins ins andere.

Ich glaube dass am Anfang nur Gott war und Gott expandierte im Urknall zu unserem Universum. Darum ist alles was in diesem Universum existiert auch ein Teil von Gott und sind alle durch Ihn miteinander verbunden. Ich glaube das Gott wie ein Netz aus Energie und Bewusstsein alles durch Raum und Zeit miteinander verbindet. Ich glaube, wo es in der Bibel heist man solle sich kein Bild von Gott machen, war lediglich gemeint, dass Gott eben so unbeschreiblich ist und so über unser Fassungsvermögen hinaus geht, dass kein Bildniss ihm gerecht werden könnte und dann kann man es eben auch lassen.

Ich glaube Gott hat ein Bewusstsein, aber keine Gesinnung. Er ist weder Gut noch Böse, aber er regelt alles was im Universum geschieht und kann sowohl Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahr nehmen und die Weichen stellen, damit alles im Lot bleibt. Er ist mit allem verbunden und alles ist ein Teil von ihm und alles ist gleich wichtig, er macht da keinen unterschied. Den Unterschied machen allein wir selbst.

Ich glaube, dass wir alle, wie das gesammte Universum aus Energie bestehen, das erkennt die Quantenphysik auch „gerade“. Wir alle „schwingen“ in einer Frequenz die von unseren Gedanken und Gefühlen ausgelöst wird und wirkt, ganz gleich ob uns das nun bewusst ist oder nicht und letztlich ziehen wir so Dinge, Menschen oder Ereignisse an die auf der gleichen Frequenz schwingen.Und so glaube ich auch, dass wir durch unsere Gedanken und Gefühle unser eigenes Schicksal mit gestalten, aber eben nicht wie auf einer „Wunschliste“ Ich denke XY also passiert XY, denn oft denken wir das eine, fühlen aber das genaue Gegenteil und senden die Schwingungen des Gegenteils aus und ziehen das dann natürlich auch an.

Außerdem glaube ich, dass es so etwas wie einen groben Plan für den Verlauf von Raum und Zeit von Anfang bis Anfang gibt, aber ich sehe den nicht als fest und unumstößlich an, sondern eher wie ein unbeschreiblich komplexes Netz aus Wesen, Raum, Zeit, Bewusstsein, Ereignissen usw. Jeder dieser Punkte ist mit jedem anderen verbunden und beeinflusst sie unweigerlich und Gott ist wie eine Spinne im Netz die alles im Blick hat, jeden Punkt kennt und jede Auswirkung kennt wenn man auch nur den winzigsten Punkt verschiebt. Dieses Netz ist also wie Wasser, immer im Fluss immer in Bewegung und doch stets durch Gott im Gleichgewicht.

Wenn ich also jetzt in Lethargie versinke und mein Leben vielleicht nach dem Plan auch weiterhin so verlaufen würde. Und plötzlich entscheide ich eines Tages dieses Leben von Grundauf zu ändern, oder vielleicht treffe ich diese Entscheidung auch nur, weil mich die Welle eines anderen trifft und so von meinem vorbestimmten Plan ablenkt. Dann kann ich tatsächlich mein Schicksal komplett ändern, aber dies geschieht vielleicht weder so, wie ich das gerne hätte, noch zu dem Zeitpunkt wo es mir lieb wäre, sondern Gott stellt dann eben die Weichen, setzt die Punkte so, dass der Ablauf des Schicksals wieder stimmt und alles so geschieht wie es sein soll und für mich verändert sich mein Leben genau dann, wenn es passt und auf genau die Art wie es paßt und nicht anders.

Ich glaube aber auch, dass die Energie in uns, uns über verschiedene Leben begleitet. Dass jemand der viel Leid verursacht (ganz egal ob gegen sich oder andere) seine Energie vergiftet und diese vergiftete Energie somit auch im nächsten Leben mit sich trägt. Und doch glaube ich, jedes Leben bietet grundsätzlich die Chance sowohl Himmel als auch Hölle zu werden. Zudem glaube ich, dass es keinen Unterschied zwischen Dir und allen anderen gibt. Jemand der nie einem anderen ein Leid zugefügt hat, sich selbst aber stets leiden läßt und quält, läd in meinen Augen die gleiche negative Energie auf sich, wie jemand der immer gut zu sich selbst war, aber dafür andere hat leiden lassen.

Tief im Herzen hoffe ich aber auch, dass Gott für einen gewissen Ausgleich sorgt. Soll heißen die Energie bleibt insgesamt gleich und Gott regelt das wann und wie. So mag jemand in diesem Leben ein guter Mensch sein, aber trägt noch die Schuld aus einem Vergangenem oder zukünftigem Leben mit sich und schwingt daher auf einer negativen Ebene.

Ich glaube, dass wir alle, als Teil von Gott, auch die Schöpfer unseres Universums sein können, aber wir erschaffen immer mit unserem ganzen Wesen, also mit allem was uns aus macht, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Und ich glaube, dass wir nicht nur zum erschaffen in dieser Materiellen Welt sind, sondern auch zum Lernen. Und ich glaube dass Gott entscheidet und regelt wann etwas passiert bzw. wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Wenn man bedenkt, dass allein unsere Welt über 7 Milliarden Menschen und unzählige Tiere, Pflanzen und Insekten beherbergt und jedes Lebewesen seine Realität erschafft, dann ist klar, dass die Realität des Einzelnen auch immer von der aller anderen beeinflusst wird. Und da wir alle gleich und niemand wichtiger ist, liegt es nun an Gott das alles zu regeln. Wer wann was noch lernen kann, welche Wünsche/Gedanken wann erfüllt werden können, ohne die Wünsche und Gedanken von anderen unberücksichtigt zu lassen. Ich glaube, dass jeder Mensch eine Rolle spielt und Gott uns an die Punkte führt wo sich alles entscheidet, aber wir ganz allein entscheiden letztlich welche Rolle wir spielen wollen und jede Rolle ist ein Zahnrädchen im Großen und ganzen und für sich selbst wichtig. Dieses komplexe Zusammenspiel aus Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Raum und Zeit, Wünschen, Rollen, Aufgaben, Lernen u.u.u. funktioniert allein deshalb so reibungslos, weil Gott das alles regelt und wir haben die Wahl uns an ihn zu wenden und mit ihm zusammen unsere Realität zu gestalten.

Ich glaube, dass die Zeit ebenfalls ein Kreislauf ist. Dass das Universum im Urknall entstand und nun wieder in sich zusammen fällt, bis alles wieder zu Gott fusioniert und der Kreislauf ganz von vorne beginnt und ich könnte mir vorstellen, dass dies auch schon passiert ist, vielleicht sogar schon unzählige male.

In meiner Vorstellung sind Raum, Zeit und Bewusstsein 3 miteinander verbundene Kreise ähnlich wie bei dem Atom Symbol.

 Nachwort:

Ich bin zwar super unsicher, ob ich das überhaupt veröffentlichen soll, weil es halt doch noch etwas persönlicher und verworrener ist als alles andere, aber ich machs trotzdem.

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