Gedanken zu „neue Rassismuswelle“

Gerade erleben wir in Deutschland eine ganz neue Qualität von Rassismus. Es scheint gerade so, als sei Rassismus Salonfähig geworden und Deutschland von dieser Krankheit befallen. Und so sehr ich Rassismus in all seinen Formen verabscheue, so glaube ich doch, dass der Rassismus lediglich das Symptom einer viel tiefer sitzender Krankheit ist, die erst den Nährboden bereitet hat und wir einen Fehler machen, wenn wir so tun als sei der Rassismus die eigentliche Krankheit und man könne das Problem lösen in dem man nur die scheinbare Krankheit bekämpft. Klar Rassismus ist falsch und muss bekämpft werden, aber er ist eben nur das Symptom und wenn wir das Symptom langfristig besiegen wollen müssen wir die Krankheit heilen und uns diese zunächst einmal bewusst machen.

Es ist immer leicht einen Schuldigen zu finden und die Verantworung von sich zu weisen. Ich sehe die Basis und den Nährboden dieser Krankheit aber bei jedem Einzelnen, denn was vor allem anderen in den letzten Jahren und Jahrzenten salonfähig wurde waren Dinge wie die Ellbogengesellschaft, oder das „jeder sich selbst der Nächste ist“ und die sogenannte „Leistungsgesellschaft“. Heute zählt nur noch was jemand leistet, aber nicht mehr der Mensch ansich. Die Menschlichkeit ist uns abhanden gekommen und wir haben uns so daran gewöhnt, „das die Welt eben so ist“. Aber die Welt ist nicht so, es sei den Wir alle und zwar jeder einzelne macht sie dazu. Wir alle sind also der Nährboden, die Krankheit und aber auch die Heilung.

Es macht keinen Sinn die Schuld von uns zu weisen, denn wenn wir unsere Wut nur auf die Rassisten richten die ohne Frage nicht hin zu nehmen sind oder die Politik, die den Konzernen in die Hände spielen und nix besseres zu tun haben als unsere Rechte Stück für Stück zu verkaufen, dann machen wir es uns zu einfach. Wir schimpfen nur auf die bösen Nazis und sind fein raus, aber dadurch wird die Krankheit nicht besser und die Nazis verschwinden auch nicht. Damit ist es einfach nicht getan.

Wenn wir uns von der Krankheit heilen wollen, dann muss jeder Einzelne von uns aktiv etwas dafür tun und diese neue Gesellschaft leben. Wir müssen uns wieder den wichtigen Dingen zu wenden, uns mit anderen solidarisieren und dürfen uns nicht zum Spielball der Politik machen lassen, wie z.B. bei den Bahnstreiken. Wir müssen wieder lernen dem Neid die Freude für den anderen entgegen zu setzen. Dem puren Leistungsdenken das Mitgefühl für Leistungsschwache, Arme, Kranke, Alte usw. Wir müssen unser Augenmerk weg von den immer gierigen Konzernen hin zu den Gesellschaftlich relevanten Institutionen wenden wie Altenheime, Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr.

Klar man ist gerade nicht krank, aber da ist wieder der Gedanke, warum sollte mich etwas interessieren was mich gerade gar nicht betrifft. Zum einen weil es jeden jederzeit treffen kann und dann Handeln zu spät ist und zum anderen weil  es einfach Menschlich ist sich auch um die Menschen zu sorgen denen es nicht gut geht, die keine Leistung erbringen. Güte und Menschlichkeit schlummert noch immer in jedem Menschen, nur so kann man die hohen Klickzahlen in diversen Youtubevideos erklären. Jeder Möchte dass die Welt ein besserer Ort ist, nur wenige glauben noch daran und da liegt der Fehler!

DU KANNST DIE WELT VERÄNDERN!

Du musst lediglich an Dich glauben und das Leben leben so wie Du die Gesellschaft gerne hättest und zwar ohne selbst eine Leistung dafür zu erwarten, sondern einfach nur weil Du daran glaubst, dass Dein Beitrag, wie klein er auch sein mag, die Welt zu einem besseren Ort macht und mit jedem einzelnen Menschen der genau das auch tut, wird sich die Welt auch ändern und die Politik und alles andere wird dem folgen müssen.

Also sage nicht, Du könntest nix tun und sage nicht „Die“ da sind schlecht, wenn Du selbst nix dafür tust die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Beseitige zunächst einmal den Stacheldraht in Deinem Kopf, befreie Dich davon, das die Welt schlecht ist und sich selbst jeder der Nächste sein muss, weil es ja sonst keiner tut. Und dann lebe die Gesellschaft so wie Du sie gerne hättest. Handle ohne eine Gegenleistung zu erwarten und tuh was Du für das einzig richtige hälst und inspiriere andere es Dir gleich zu tun, dann entziehst Du allem Schlechten den Nährboden und machst die Welt besser. Dann wird auch eine Generation heran wachsen, die die Welt ganz anders sieht, die es als selbstverständlich ansehen wird Menschen zu helfen, ganz egal warum sie Hilfe brauchen, wo sie her kommen oder ob sie es zurück geben können.

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